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Sonntag, 5. September 2010
ZIEL

Das Dorf MBalling wurde 1955 von Leprakranken gegründet. Moussa Kadam, Vater des heutigen Bürgermeisters Assane Kadam, hatte selbiges Amt bis 1999 inne. „Er sorgte sich sehr um MBalling und hat viel für die Kranken getan“, wissen jene, die damals schon dabei waren. Im Dezember 2007 wurde daher auch das neue Gymnasium am Ortsrand im Gedenken an Moussa Kadam feierlich eröffnet.

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Derzeit leben unter den rund 4000 Dorfbewohnern etwa 1300 Menschen. Sie sind mehr oder weniger stark von Lepra gekennzeichnet – Kinder wie Erwachsene und alte Leute. Die Behinderungen reichen bis hin zu amputierten Fingern, Zehen oder gar Füßen. Dazu kommen noch unzählige Malariakranke. Auch Cholera, Meningitis und andere Krankheiten fordern immer wieder Opfer. Dazu kommt eine extreme Armut. Frauen, die am Markt sitzen, verdienen pro Tag vielleicht einen Euro. Ein Maurergehilfe bekommt drei Euro pro Tag – zehn Stunden Nachtarbeit bringen ebenfalls diesen „Lohn“.


Und dennoch sind die Menschen stets höflich und vor allem gastfreundlich. Auch wenn sie selbst kaum genug haben, laden sie Dich zum Essen oder auf einen Tee ein. Wenn man ihnen die Ehre erweist, einige Stunden in ihrer Gesellschaft zu verbringen, sind sie dafür dankbar.

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(c) all Fotos Franz Xaver Lahmer 2008